Wir arbeiten familienergänzend mit den Eltern, Erziehungsverantwortlichen und Kontaktfamilien zusammen.
Eltern- und Familienarbeit
Die Herkunftsfamilie ist für das Kind besonders wichtig. Ihr obliegt die Verantwortung für das Kind auch bei einem Aufenthalt im Kinderheim Hubelmatt. Deshalb wird ein enger Kontakt zur Familie und zu den Erziehungsverantwortlichen gepflegt. Die Zusammenarbeit ist geprägt von gegenseitigem Respekt und Wertschätzung.
Wichtige Punkte bei der Eltern- und Familienarbeit:
- Eine offene und konstruktive Zusammenarbeit mit den Eltern und Erziehungsverantwortlichen wird angestrebt.
- Kontakte zwischen den Kindern, Eltern und Erziehungsverantwortlichen werden unterstützt und gefördert.
- Die Zielvereinbarungen werden formuliert und umgesetzt.
- Der Auftrag wird geklärt und an jedem Standortgespräch überprüft.
- Es finden regelmässig Gespräche zwischen der Bezugsperson und den Eltern und Erziehungs-
- Verantwortlichen sowie Standortgespräche mit allen beteiligten Personen statt.
Lösungsorientierter Ansatz:
- Unser Handeln ist geprägt von Wertschätzung, Einfühlungsvermögen und damit übereinstimmendem Vorgehen.
- Wir gestalten mit den Kindern und Jugendlichen Situationen, in denen sie sich kompetent und erfolgreich erleben.
- Wir helfen den Kindern und Jugendlichen, ihre Stärken und Ressourcen zu erkennen und zu nutzen.
- Wir unterstützen die Kinder und Jugendlichen darin, ihr eigenes Verhalten zu reflektieren.
- Wir betrachten Situationen lösungsorientiert.
- Kinder und Jugendliche werden grundsätzlich in die Zielfindung miteinbezogen. Ziele werden schriftlich festgehalten, Zwischenauswertungen finden statt. Fortschritte werden gemeinsam besprochen und gewürdigt.
- Gespräche finden in guter Atmosphäre statt. Wir legen Wert auf Ich-Botschaften und wenden lösungsorientierte Fragestellungen an.
Systemischer Ansatz:
- Die interdisziplinäre Zusammenarbeit, sowie der Informationsaustausch mit den Eltern, Erziehungsverantwortlichen und den Kontaktfamilien, ist ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeit.
- Eltern, Erziehungsverantwortliche, Kontaktfamilien und Beistände werden bei besonderen Vorfällen umgehend informiert.
- Entscheidungen werden gemeinsam getroffen, Vereinbarungen werden von allen Beteiligten getragen.
- Neben den Eltern und Erziehungsverantwortlichen beziehen wir weitere wichtige Personen in unsere Arbeit mit ein.
- Zusätzlich zu den geplanten Standortgesprächen können Helferkonferenzen einberufen werden.
- Anschlusslösungen werden gemeinsam erarbeitet und umgesetzt.
Bezugspersonen
Wir arbeiten als fallführende Bezugspersonen. Damit bieten wir Eltern und Erziehungsverantwortlichen, Kindern und Jugendlichen eine stetige Begleitung während des Heimaufenthaltes an. Unsere Aufgaben sind:
- Beziehungsgestaltung mit den Kindern und Jugendlichen
- Übernahme der Hauptverantwortung für die Fallführung
- Erstellen von Förderplänen und Umsetzen der vereinbarten Ziele
- Gestalten der Zusammenarbeit mit Eltern und Erziehungsverantwortlichen, sowie Kontaktfamilien und
- Mandatstragenden
- Organisieren und Koordinieren der Ferien- und Wochenendaufenthalte der Bezugskinder und Jugendlichen
- Regelmässige Bezugspersonengespräche
- Koordination des Einbezugs aller involvierten Personen
- Aktenführung und Erstellen von Berichten
Mädchen- und Jungenarbeit
Wir legen Wert auf mädchen- und jungenspezifische Anlässe. Sie sollen den Kindern und Jugendlichen ermöglichen, Mädchen- und Jungesein unter ihresgleichen zu erleben und zu erfahren.
Erlebnispädagogik
Wir setzen erlebnispädagogische Elemente in der Arbeit ein. Kinder und Jugendliche können durch erfahrungsorientiertes Lernen im Kontakt mit der Natur ihre Selbstkompetenz weiterentwickeln. Ihre Erfahrungen, Lernprozesse und Erlebnisse werden in den Alltag transferiert. Die gewonnenen Handlungskompetenzen helfen den Kindern und Jugendlichen bei der Alltagsbewältigung.
Teamarbeit
Die Arbeit im Team ist geprägt durch regelmässige Fachgespräche, welche durch Praxisberatungen und Supervisionen ergänzt werden. Im Austausch können die Teamressourcen optimal genutzt und Störungen bereits im Ansatz erkannt und beseitigt werden.
Praxisberatung
Hier werden Standortbestimmungen besprochen oder spezifische Fragen zu den einzelnen Kindern und Jugendlichen diskutiert und neue Ziele definiert. Die Praxisberatung ermöglicht dem Team eine vertiefte Auseinandersetzung mit sozialpädagogischen Themen. Sie fördert sowohl die konstruktive Zusammenarbeit als auch die Erarbeitung einer gemeinsamen, lösungsorientierten Haltung.
Supervision
Sie dient der Reflexion der sozialpädagogischen Arbeit, der gruppendynamischen Prozesse und der Normen und Werte. Die Supervision bietet Hilfestellung bei teambezogenen und sozialpädagogischen Themen und hilft, neue Ziele zu definieren und umzusetzen.
